Latest Posts

Ausstellung “Transit_Räume” im SO36

Zunächst einmal: Wir wünschten, unsere Ausstellung “Transit_Räume”, die am 01. Juli 2018 im Rahmen der Reihe „60m2 Kunst im Club“ im SO36 in Kreuzberg eröffnet wurde, wäre nicht so brandaktuell wie sie es ist. Die Ergebnisse des aktuellen EU-Gipfels zeigen, wie wichtig es ist, dem Thema „Flucht“ weiterhin eine kritische, menschliche Gegenöffentlichkeit zu verschaffen: Die EU-Regierungen haben sich auf eine Verschärfung der Asylpolitik, auf „Sammelstellen für Bootsflüchtlinge außerhalb der EU“ und eine Aufstockung des Grenzschutz-Etats verständigt.

Was heißt das für die Menschen, die auf der Flucht nach Europa sind, die in Camps in Italien und Griechenland festsitzen? Was heißt die Verschärfung der Flüchtlingspolitik aber auch für die, die hier in Deutschland bereits angekommen sind? Die den gesellschaftlichen Rechtsruck Tag für Tag am eigenen Leib erfahren?

Die Ausstellung “Transit_Räume” gibt jenen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, die von diesen Fragen unmittelbar betroffen sind.

Da sind die jungen Künstlerinnen und Künstler der 1. Visual School of the upcoming European Visual Center for Human Rights von Ute Langkofel, die sich ihre neue Heimat Berlin mit der Fotokamera zu erschließen helfen.

© Jony Hasan

© Jony Hasan

Da sind aber auch die so genannten Lampedusa-Refugees Ahmad Daghid, Mouhamed Tank und Moussa Mahamat, die zusammen mit Philipp Döring eine Videoinstallation realisiert haben, die Sichtbarkeit einfordert.

thumbnail_ahmat-daghid

thumbnail_mouhamed-tanko

thumbnail_moussa-mahamat

© Philipp Döring

Da sind die Drogenverkäufer in den Berliner Parks, zu deren Herkunftsorten man im Rahmen des Ausstellungsbeitrags von Scott Holmquist in der Ausstellung mithilfe des Smartphones über einen QR-Code reisen kann.

© Scott Holmquist

© Scott Holmquist

Da sind die Stimmen der Menschen aus der Zentralen Erstaufnahmestelle Eisenhüttenstadt in Brandenburg, die das Künstlerkollektiv KOMBINAT mit Film, Ton und Fotografie eindrucksvoll in Szene gesetzt hat.

Man liebt uns nicht, aber man hat sich an uns gewöhnt.“

© Jonathan Hempel

© Jonathan Hempel

Diese lokalen Sichtweisen werden ergänzt um die Perspektive von zwei Fotografie-Projekten, die in Refugee Camps in Griechenland, Italien und Israel entstanden sind:

Die Arbeiten von Abdulazez Dukhan, der auf der Flucht das Fotografieren als Ausdrucksmittel entdeckte und damit die Situation von geflüchteten Menschen eindrucksvoll erfahrbar macht.

We are refugees today, some of us were refugees yesterday and others may be refugees tomorrow.

Das Fotoprojekt Fish Out of Sea setzt sich zum Ziel, das Leben gefährdeter Bevölkerungsgruppen durch das Medium der Fotografie zu verbessern und den Zuschauern_innen eine andere Perspektive auf ihre Situation zu ermöglichen.

© Abdulazez Dukhan

© Abdulazez Dukhan

© Philmon Angesom

© Philmon Angesom

Der Film „Hotel City Plaza“ von Philipp Döring erzählt von einem Hotel in Athen, das von Refugees besetzt und mittlerweile in Selbstverwaltung betrieben wird. Er zeigt, wie wichtig Selbstwirksamkeit für alle Menschen ist – und welche Potenziale Menschen haben, wenn man sie gestalten lässt.

© Philipp Döring

© Philipp Döring

Während die neue italienische Regierung Hilfsschiffen die Einfahrt in ihre Häfen verwehrt, während Ungarn Flüchtlingshilfe – bezeichnet als „Beihilfe zur illegalen Migration“ – per Gesetz unter Strafe stellt, sich Bayern und Österreich auf Abschottung und Ausweisung einigen, wollen wir in Kreuzberg mit “Transit_Räume” ein Zeichen setzen: Es geht um Menschenleben, um Menschenrechte und Menschenwürde.

Die Ausstellung “Transit_Räume” wurde produziert und kuratiert von Kreuzberg hilft e.V. und SO36 und unterstützt mit Mitteln des Bezirkskulturfonds und Mitteln der Projektförderung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.

Pressemitteilung zum Download

In eigener Sache: Spenden, die von Herzen kommen

Liebe Spenderinnen und Spender,

Ihr wisst, wie dankbar wir für Eure unermüdliche Unterstützung sind und wie sehr wir es wertschätzen, dass Ihr an die Menschen denkt, denen es zum Teil am Nötigsten fehlt. Wir können uns nur immer wiederholen: Danke für Eure Spendenbereitschaft!

Aber immer wieder machen wir Erfahrungen mit „schwarzen Schafen“, die uns zur Verzweiflung treiben. Ein paar Beispiele: Ungewaschene Sportklamotten, die nach Umkleidekabine, Schweiß und Fußpilz stinken, sind keine Spende, sondern eine Frechheit. Nasse Kleidungsstücke in Jutesäcken, die wir im Spendenraum aufhängen müssen, damit sie nicht schimmeln, sind eine logistische Herausforderung, für die wir nicht ausgestattet sind. Dafür haben wir weder Zeit noch die nötigen Ressourcen, und, ganz offen gesprochen: Darauf haben wir auch keine Lust. Sachspenden, die wir nicht auf der Bedarfsliste haben, fressen unsere räumlichen Kapazitäten und gehören zur BSR gebracht, nicht zu uns. Ganz ehrlich: Dass zerbrochene Weihnachtsdekoration kurz vor Ostern eine ernstgemeinte Spende sein soll, können wir uns nicht recht vorstellen. Dass Kinder gerne mit Puzzeln spielen, bei denen Teile fehlen, ist ein Mythos. Niemand würde, wenn er oder sie die Wahl hat, seinem eigenen Kind einen milbenverseuchten Teddybären mit abgerissenem Arm schenke, oder? Und wer auch immer gemeint hat, dass ein Klodeckel eine prima Idee wäre, jemandem etwas Gutes zu tun, der hat die aktuelle Situation der Menschen in Tempohomes und anderen Gemeinschaftsunterkünften einfach nicht klar vor Augen.

Wir können nur annehmen, was wir weitervermitteln können

Wir wissen, dass es zuweilen mühsam ist, Sachen bei uns vorbei zu bringen. Aber bitte versteht, dass wir – auch wenn ihr den Weg auf euch genommen habt – nicht verpflichtet sind, das zu behalten, was Ihr mitbringt. Wenn es nicht auf unserer Bedarfsliste steht, können und wollen wir es nicht annehmen. Schlicht und ergreifend, weil es nicht gebraucht wird und wir keine Möglichkeit haben, es weiter zu vermitteln. Also: Seid bitte nicht enttäuscht, wenn wir Euch bitten, Dinge wieder mitzunehmen. Wir bemühen uns wirklich, Euch die Möglichkeit zu geben, Euch vorab über die aktuellen Bedarfe zu informieren. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, ob das Bobbycar, die Biedermeier-Schrankwand oder der Nepal-Reiseführer tatsächlich eine gute Spende darstellen, scheut Euch nicht, uns zu kontaktieren, wir freuen uns auf Eure Email (bedarf@kreuzberg-hilft.com) oder Eure Nachricht auf Facebook, die wir schnellstmöglich zu beantworten versuchen.

Und noch etwas: Wir haben feste Zeiten, zu denen wir Spenden annehmen können. Wenn Ihr außerhalb dieser Zeiten kommt, stellt bitte nicht einfach Eure Sachen vor der Tür ab, nur damit Ihr sie los seid. Kleidung, die über Nacht im Regen stand, wird davon nicht besser. Außerdem haben wir Nachbarinnen und Nachbarn, die ein Recht darauf haben, dass ihr Eingangsbereich, ihr Treppenhaus und ihr Flur nicht zugemüllt werden. Unsere Öffnungszeiten findet Ihr hier: http://kreuzberg-hilft.com/bedarfsliste/

Was unterscheidet eine Spende von Müll?

Und nochmal zur Erinnerung: Eine Spende ist etwas, was man einem anderen Menschen schenken möchte und bei dem man davon ausgeht, dass der oder die andere noch Freude daran hat. Hättet ihr Freude an der verschlissenen, stockfleckigen Kordhose eines Fremden, die in den Fünfzigern modern war? Oder an einem getragenen BH mit abgerissenen Trägern?

Bitte achtet darauf, dass Eure Spenden sich in einem guten Zustand befinden. Bitte schüttet die Sandkästen aus den Schuhen und untersucht die Kleidungsstücke auf Flecken, Löcher und lose Nähte. Achtet darauf, dass Spielzeug noch zum Spielen geeignet bzw. vollständig ist. Und denkt bitte auch daran: Jahreszeiten gelten auch für geflüchtete Menschen – und in unserem Spendenraum haben wir im Winter keinen Platz für Sommerkollektionen und im Sommer keinen Platz für Winterware. Anderenfalls müssen wir Euch die Sachen leider wieder mitgeben. Das wäre ebenso ärgerlich für Euch wie für uns. Wir nehmen nur an, was auf der Bedarfsliste steht (oder was zuvor mit uns abgesprochen wurde), gewaschen und gut erhalten ist. Eine qualitativ hochwertige Spende ist sauber, frisch gewaschen, nicht verschlissen und kann ohne weitere Reparaturen weiter gegeben werden. Ihr helft uns, wenn Ihr die Kleidung vorsortiert und beschriftet (z.B. Einteilung in Frauen & Männer sowie die Größe). Auch Schuhe bitte putzen, zusammenbinden und mit der Größe versehen.

Unser Spendenraumteam geht auf dem Zahnfleisch

Die Bereitschaft, Zeit zu spenden, ist zurückgegangen. Derzeit nehmen sich immer weniger Menschen regelmäßig oder sporadisch Zeit, ehrenamtlich in der Geflüchtetenhilfe aktiv zu sein. Einige wissen gar nicht, dass viele Menschen immer noch Sach- und Kleiderspenden benötigen und dass der Spendenraum von Kreuzberg hilft eine wichtige Anlaufstelle für diese Menschen ist. Diejenigen, die es bei uns im Spendenraum in ihrer Freizeit arbeiten (und das sind nach wie vor alle!), sind oft überlastet, weil sie Schichten alleine bestreiten, bei denen zwei oder drei Menschen mehr gut zu tun hätten. Oft gehen sie auf dem Zahnfleisch und fragen sich: Wozu das alles? Lieblose, gedankenlose Spenden helfen uns nicht, daran zu glauben, dass das, was wir Woche für Woche tun, Sinn ergibt und etwas verändert. Aber wir wollen daran glauben, weil es Menschen gibt, die unsere – und Eure – Unterstützung brauchen. Und weil es eben auch diese tollen, großzügigen, selbstlosen Spenden gibt, die wirklich einen Unterschied machen.

Darum drei Bitten an Euch:

  • Wenn Ihr spendet, spendet mit Herz und Verstand.
  • Wenn Ihr selbst im Spendenraum helfen wollt, tragt euch in unseren Schichtplan ein – Eure Hilfe ist überaus willkommen!
  • Wenn Ihr euch nicht sicher seid, ob wir Eure Spende annehmen können, schreibt uns eine Email (bedarf@kreuzberg-hilft.com) oder fragt uns auf Facebook.

Herzlichen Dank!

Euer Spendenraum-Team von Kreuzberg hilft

Jahresrückblick 2017

Liebe Mitglieder von Kreuzberg hilft e.V., liebe Freundinnen und Freunde, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

gemeinsam haben wir ein bewegtes Jahr 2017 erlebt, in dessen Verlauf sich bei Kreuzberg hilft wieder einmal viel getan hat. Mit diesem Jahresbericht wollen wir das Vergangene Revue passieren lassen und Euch einen Rückblick in das Geschehene sowie einen Ausblick auf das Anstehende im kommenden Jahr geben. Vor allem aber wollen wir Danke sagen: für Euer Interesse, Eure Unterstützung und Eure Mitgestaltung dessen, was Kreuzberg hilft ist.

Das war 2017:

Kreuzberg hilft ist 2017 zu einem Verein mit rund 80 eingetragenen Mitgliedern angewachsen. Daneben unterstützen nach wie vor viele Nicht-Mitglieder unsere Arbeit gelegentlich oder regelmäßig, Einzelpersonen, Initiativen und Institutionen. Auch sie haben 2017 Kreuzberg hilft zu dem gemacht, was es ist. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an zwei scheidende Vorstandsmitglieder: Zum einen an Spendenraum-Koordinator Manfred, der seine ehrenamtliche Arbeit im Spendenraum in Zukunft zurückschrauben wird und sich auf andere Projekte konzentrieren möchte. Es ist schön, dass er uns weiterhin als Unterstützer erhalten
bleibt. Manfred – herzlichen Dank für alles! Auch Steffi, die sich aus der Vorstandsarbeit zurückziehen wird, sagen wir an dieser Stelle: Herzlichen Dank für Deine Mitarbeit – schön, dass Du weiter aktiv bleiben möchtest!

Der Spendenraum

In unserem Spendenraum am Mariannenplatz sind auch in diesem Jahr zweimal wöchentlich Spenden eingegangen, wurden von unserem fleißigen Spendenraum-Team sortiert und dann an Hilfsbedürftige in ganz Berlin ausgeliefert. Die Zahlen sprechen für sich: insgesamt haben unsere Helferinnen und Helfer im Spendenraum ca. 350 Stunden gearbeitet. Sie haben mit rund 140 Fahrten knapp 40 Einrichtungen in ganz Berlin mit Kleider- und Sachspenden versorgt, Fahrten für Müllentsorgung nicht mitgerechnet. Nach wie vor gefragte Bedarfe, an denen es notleidenden Menschen in Berlin mangelt, sind unter anderem Erstausstattungen für Babies, Socken und Unterwäsche, Schulbedarfe, Sportbekleidung, Schuhe, Spielzeug und vieles mehr. Schaut gerne mal wieder auf unserer Bedarfsliste vorbei, hier findet Ihr die gesuchten Bedarfe immer auf dem neuesten Stand.

2017 fand außerdem die Räumung der letzten Kreuzberger Turnhallenunterkunft in der Lobecker Straße statt. Deren Ablauf haben wir ebenso begleitet wie den Umzug der Bewohner_innen in die Gemeinschaftsunterkunft Gerlinger Straße und durch Sonderspendenaktionen dafür gesorgt, dass die Menschen mit Koch- und Küchenutensilien ausgestattet wurden, Kleiderhaken bekamen und die Fenster mit lichtdurchlässiger Folie beklebt nun auch die nötige Privatsphäre bietet.

Das Jahr hat gezeigt, dass die Anzahl der Unterstützer_innen im Spendenraum abnimmt. Darum hoffen wir, auch im neuen Jahr den Spendenraum an zwei Tagen in der Woche offenhalten zu können. Außerdem planen wir, einen monatlichen „Tag der offenen Tür“ der Kleiderkammer zu veranstalten: Bewohnerinnen und Bewohner einer Unterkunft können an einem vorab festgelegten Tag vorbei kommen und sich vor Ort mit den Sachen ausstatten, die die Menschen benötigen. Für dieses zusätzliche Projekt benötigen wir eure Mithilfe und freuen uns über jede_n Unterstützer_in!

Jetzt wird’s bunt: #wirsinddaswir

Farblich haben wir uns dieses Jahr aufgefrischt, sind von Schwarz-Weiß in die Neonpink-Gelb-Türkis-Ära eingetreten und damit weithin sichtbar als Vertreter_innen eines bunten Kreuzbergs zu erkennen. Unser Dank für diese Farbauffrischung geht an das wunderbare Team von „interpolare“ und an Daniel Schnatterer. Dank des Kreuzberger Kultlabels „iriedaily“ trägt Kreuzberg hilft seit diesem Jahr außerdem stolz seine eigens für uns kreierten T-Shirts. In limitierter Auflage von 100 Stück und – natürlich – den neuen Farben.

Inhaltlich ändert sich nichts: Zentral war, ist und bleibt die Unterstützung geflüchteter Menschen in Kreuzberg und die Arbeit an einem Miteinander für ein buntes und vielfältiges Berlin! Dieses Ziel haben wir auf vielen Wegen zu realisieren versucht, mithilfe unserer Tätigkeit im Spendenraum, mit zahlreichen Projekten und Aktionen, von denen wir im Folgenden einige Revue passieren lassen wollen.

Aktiv in der Politik vor Ort

Um Sichtbarkeit und Austausch geht es uns auch in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg, in der für Kreuzberg hilft Andreas Roth als stellvertretender Bürgerdeputierter sitzt. Für die monatlich stattfindenden Ausschusssitzungen wurden Fragen der Mitglieder von Kreuzberg hilft zu Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten im Bezirk gesammelt und von Andreas Roth im Ausschuss vorgetragen. Schwerpunkte waren hier besonders Fragen zur Weiterentwicklung der Gerhart-Hauptmann-Schule als Notunterkunft und Fragen zu den beteiligten Behörden, hier insbesondere das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten, sowie zur Entwicklung des Tempohomes Alte Jakobstraße/ Franz-Künstler-Straße. Gleichzeitig wurde Andreas Roth als Vertreter des Integrationsausschusses in die Sitzungen des Jugendhilfeausschuss entsandt, um die Themenfelder unbegleitete minderjährigen Flüchtlinge, Jugendämter, betreutes Wohnen, Pflegefamilien, etc. zu begleiten.

Auch in den monatlich stattfindenden Sitzungen des Forum Migration-Flucht-Nachbarschaft des Nachbarschaftshauses Urbanstraße ist Kreuzberg hilft vertreten und setzt sich dort mit Fragen der aktuellen Unterbringungssituation, mit Möglichkeiten der Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Unterkünften einerseits und externen Angeboten zur Beratung, Information, Freizeitgestaltung und Bildung andererseits sowie mit Perspektiven von Menschen mit Fluchterfahrung auf den Sozialraum und ihre lebensweltliche Erfahrungen aktiv auseinander.

Aber auch auf der Landesebene mischen wir mit. Monatlich finden Gespräche von Initiativen, die Geflüchtete unterstützen, mit der zuständigen Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales statt. Bei diesem Austausch mit dem Senat geht es um landespolitische Themen wie Heim-TÜV, Beteiligung von Geflüchteten und Ehrenamtlichen, Betreiber, den Umgang mit besonders Schutzbedürftigen und vielem mehr. Danke an Dani, die uns hier vertritt.

„Get up, stand up“

Auch 2017 sind wir in Kreuzberg sichtbar geblieben und haben für unsere Sache an zahlreichen Infoständen auf Straßenfesten, Flohmärkten und anderen Veranstaltungen die Werbetrommel gerührt. So waren wir natürlich beim MyFest, beim LesBiSchwulen Parkfest im Volkspark Friedrichshain, beim Hornstraßenfest und beim GraefestraßenKiezfest dabei, aber auch beim Markt der Möglichkeiten im Roten Rathaus und beim Spendenlauf der Bürgermeister-Herz-Grundschule haben wir uns ausgetauscht, vernetzt und Interessierte über unsere Aktivitäten und Projekte informiert. Natürlich haben wir auch an verschiedenen Demonstrationen teilgenommen und sind für die Anliegen geflüchteter Menschen zusammen mit diesen auf die Straße gegangen – nicht zuletzt bei der wunderbaren Demo und Kundgebung „We’ll come united“.

„Through Refugee’s eyes“ und „inter/space“

Gleich zwei Ausstellungsprojekte haben wir 2017 zusammen mit syrischen Künstler_innen realisiert und damit auf die Situation geflüchteter Menschen an den Außengrenzen Europas aufmerksam gemacht: „Through Refugee eyes“ im „Mein Haus am See“ zusammen mit Studentinnen der Universität der Künste und „inter/space“ auf dem Gelände der Bauhütte Südliche Friedrichstadt. Mitveranstalter von inter/space waren die Bauhütte Südliche Friedrichstadt und The Space Berlin. Gefördert wurde das Projekt durch den Aktions- und Initiativfonds der Partnerschaft für Demokratie Friedrichshain-Kreuzberg. Wir freuen uns, dass das Interesse an unseren Ausstellungen hoch war und wir schon dabei sind, neue Pläne für 2018 schmieden zu können.

Politische Teilhabe für Menschen mit und ohne Stimmrecht und Wahlparty

Unterstützt vom „House of Resources“ haben wir in der Akademie für Ehrenamtlichkeit einen Politik-Workshop zu den Möglichkeiten politischer Teilhabe in Deutschland veranstaltet. Unterstützt wurden wir dabei von zwei wunderbaren Referent_innen, Reinhard Fischer von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung und Regine Laroche von Mehr Demokratie e.V.. Im Anschluss an den Workshop haben wir am Tag der Bundestagswahl auf dem Mariannenplatz ein Kiezfest für Menschen mit und ohne Stimmrecht gefeiert. Dies wurde zu unserer großen Freude – passenderweise, auch wenn es kein Bier gab – mit einem Sponsoring der Quartiermeister unterstützt. Allen Unterstützer_innen, Beteiligten und Mitfeiernden ein herzliches Dankeschön!

„Stil in Berlin“

Schon zum vierten Mal fand die Spendensammelaktion „Warm up“ von Mary Scherpe im Voo Store in Kreuzberg statt – und war, wenn auch etwas weniger gut besucht als noch im Vorjahr – ein voller Erfolg: 30 Boxen prall gefüllt mit warmen Mäntel und Schuhen fanden Ihren Weg aus den Kleiderschränken der großzügigen Spender_innen in die Kleiderkammer am Mariannenplatz. Herzlichen Dank an Mary und das ganze Team!

Adventsmarkt und „Wunschbaum“-Aktionen

Das erste Adventswochenende verbrachten wir auf dem wunderschönen Adventsmarkt am Mehringplatz, zu dem uns Die Globale e.V. eingeladen hatte und verkauften dort Selbstgenähtes und -gestricktes, Bücher, Spielzeug und andere Sachspenden und tauschten uns bei Punsch und Plätzchen bei angemessen frostigen Temperaturen mit anderen sozialen Initiativen und Vereinen aus. Am zweiten Adventswochenende konnten wir, dank der Unterstützung von „bonify“ und „Raisin“, gleich zwei Wunschbäume aufstellen und den Kindern das Weihnachtsfest mit Geschenken versüßen. In der Gemeinschaftsunterkunft Ohlauer Strasse und in der Gemeinschaftsunterkunft Haarlemer Straße schaute der Weihnachtsmann auf einer fröhlichen Feier für die Kleinen vorbei. Das Jahr ging also gut gelaunt zu Ende.

Und das haben wir 2018 vor:

Gemeinsam mit Euch wollen wir weiterhin geflüchtete Menschen in Berlin unterstützen. Ganz konkret wird als neue Aufgabe die Unterstützung der neu eröffneten Tempohomes in der Franz-Künstler-Straße auf uns zukommen. Beim Tag der offenen Tür im Januar 2018 waren wir mit einem Infostand vertreten. Leider steht immer noch nicht fest, wann die Unterkunft bezogen wird und wer einzieht. Wir werden Euch weiter auf dem Laufenden halten.

Gemeinsam mit der Initiative Bauhütte Südliche Friedrichstadt Berlin wollen wir das Bauhütten-Projekt am Besselpark voranbringen. Zum Jahreswechsel haben wir die Koordination der Aktivitäten dort übernommen und werden dort – in enger Abstimmung mit den Initiativen und Projekten vor Ort, mit dem Bezirksamt und dem Team der Bauhütte – ein vielfältiges interkulturelles Programm und einen Begegnungsraum anbieten. Wir freuen uns, wenn Ihr uns dort besuchen kommt und sind offen für Eure Ideen und Pläne!

Außerdem stehen zahlreiche weitere politische, kulturelle, künstlerische und soziale Aktivitäten auf dem Programm, bei denen wir – wie immer – auf Eure unermüdliche Unterstützung zählen. Wir freuen uns auf das neue Jahr und wünschen Euch ein wundervolles 2018!

Mit herzlichen Grüßen
Euer Vorstand von Kreuzberg hilft e.V.

IMG_3637

Der Drops ist noch nicht gelutscht!

Kreuzberg hilft berichtet von der Informationsveranstaltung zum Bauvorhaben Jüterboger Strasse.

Leute, wir hatten schon ein bisschen Bammel vor dem Infoabend in der Passionskirche. Thema: Das Bauvorhaben der evangelischen Kirche am Rand der Bergmannfriedhöfe an der Jüterboger Strasse. Die Initiative gegen die Bebauung hatte dann auch mit Plakaten vor der Kirche aufgewartet, die Kirche selbst war gut gefüllt mit Gemeindemitgliedern und Bürger_innen aus der Nachbarschaft.

Das Podium bestand aus sieben Personen*, der auch aus der Kirchenasyl-Bewegung bekannte Pfarrer Quandt befand sich im Publikum. Alle im Thema und sachverständig, das hat dann auch maßgeblich die Atmosphäre des Abends bestimmt.

*Podium

  • Pfarrer Peter Storck, Evangelische Kirchengemeinde Heilig Kreuz Passion (Moderation)
  • Sascha Langenbach, Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF)
  • Florian Schmidt, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Facility Management
  • Evelyne Gülzow, Geschäftsführerin Diakonischens Werk Berlin Stadtmitte
  • Monika Herrmann, Bezirksbürgermeisterin Friedrichshain-Kreuzberg
  • Pfarrer Klaus-Ekkehard Gahlbeck, Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte

Nun könnten wir erzählen, wie der Initiator der Bebauungs-Gegner_innen gleich zu Anfangs dramatisch mit Anwaltsbrief und Bugwelle eine Bühne für sein Vorhaben suchte – und eher peinlich gescheitert ist. Wir könnten berichten, wie die Bedenken der Anwohner_innen mit Sachverstand und Sachlichkeit beantwortet wurden. Und das Teile der Initiative gegen die Bebauung auf Grund der im völkischen Ton verfassten Protestschreiben an verschiedene Fraktionen in der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg ihre Unterstützung und Unterschrift zurück gezogen haben. Wir sind dankbar und unglaublich beeindruckt von der breiten Unterstützung der anwesenden Bürger_innen für die Unterbringung geflüchteter Menschen und für dieses Bauprojekt, das wir Euch hier noch einmal umreißen möchten:

  • Bauherr: Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte
  • Betreiber: Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte e.V.
  • Geplante Bewohner_innenzahl: 160 in Apartments für je 1-4 Personen
  • Bauweise: Modulbau aber KEIN Tempohome, 5 Etagen, wobei das Erdgeschoss für Gemeinschaftsflächen sowie Freizeit- und Beratungsangebote genutzt wird
  • Gegebenenfalls Nachnutzung als Sozialwohnungen, falls irgendwann keine Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete mehr gebraucht werden

Es wurde ein nachhaltiges Konzept für die zukünftigen Bewohner_innen präsentiert, welches im Hinblick auf Begleitung und Integration auf allen Ebenen aufgestellt sein will – daher auch die im Vergleich geringe Anzahl geplanter Wohnplätze. Die Diakonie kann auf einen reichen Schatz an Erfahrungen in dem Gebiet und auf ein gutes Beratungs- und Betreuungsnetzwerk zurückgreifen. Wir finden das unterstützenswert.

Die meisten Fragen, Bedenken und auch Einwände gab es zu dem Bauvorhaben selbst. Dieses beschrieb Pfarrer Gahlbeck vom Friedhofsverband, bestätigt von Pfarrer Quandt wie folgt: Die Bebauung ist zum einen ein Riegel entlang der Jüterboger Strasse und in der zweiten Reihe ein zweites, kleineres Gebäude. Form und Teilung begründen sich in der Rücksichtnahme auf Kriegsgräber, noch aktive Gräber und alten, schützenswerten Baumbestand. Als Standort wurde der Bereich des Wirtschaftshofes gewählt, wo es keine historischen Grabstätten gibt und wo seit 25 Jahren keine Bestattungen mehr vorgenommen wurden. Die Baufläche ist geprüft worden, alle betroffenen Grabstellen wurden einzeln unter die Lupe genommen. Es wird keinen Durchgang zur Heimstrasse geben  und das Friedhofsgelände wird von der Unterkunft abgezäunt, damit Passant_innen den Friedhof nicht als Abkürzung zur Bergmannstraße nutzen. Auch hat man mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) gemeinsam die Verträglichkeit des Vorhabens für die Parkanlagen besprochen und nimmt Rücksicht, zum Beispiel auf den schützenswerten Baum. Es ist auch sehr deutlich gemacht worden, dass schon rechtlich auf bestimmt 20 Jahre keine weitere Bebauung der Friedhöfe möglich sein wird. Auch das wissen die Bebauungs-Gegner_innen: Es geht hier nur um eine Unterkunft für Geflüchtete.

Unser Fazit: Hier wird transparent und mit sehr früher Einbeziehung der Anwohner_innenschaft ein sozial nachhaltiges Projekt geplant. Dabei wird auf Pietät, Denkmalschutz, Umwelt und stadtplanerische Bedarfe Rücksicht genommen – selten genug heutzutage! Kreuzberg hilft drückt die Daumen, dass die Genehmigungsverfahren schnell und positiv beschieden werden. Denn mal Hand aufs Herz, die Lebenden verdienen es!

15909731_1205117862868894_981835753_n

Through Refugee Eyes

„Die Wahrheit zu sagen, war das erste Recht, das uns im Krieg genommen wurde, so begann ich auf der Flucht, mir das Fotografieren beizubringen. Ich lieh mir Computer, Bücher und Kameras, alles in der Hoffnung, später die Wahrheit darüber mitzuteilen, was den Familien in Syrien passiert ist. Am 26. Februar 2016 erreichte meine Familie Griechenland. Zwölf Tage später wurde die Grenze geschlossen und ich wurde offiziell zu einem Bewohner eines Zeltlagers. Über meine Kunst verleihe ich meinen Gefühlen Ausdruck, schreie sie hinaus und erzähle der Welt, was ich über sie denke. Ich träumte einmal davon, ein guter Künstler zu sein. Heute ist alles anders. Alles was ich möchte, ist, der Welt von den vergessenen Menschen aus Syrien zu erzählen.“ (Abdulazez Dukhan)

“Through Refugee Eyes” – so lautet der Titel der Ausstellung die am 04. Januar 2017 im Mein Haus am See eröffnet wurde. Organisiert und kuratiert wurde sie von uns – Anne, Christina, Clara, Dora, Inga und Theresa – fünf Berliner Studentinnen, die sich über Kreuzberg hilft gesucht und gefunden haben.

Die Idee zur Ausstellung kam von Theresa, die bereits im November des vergangenen Jahres eindrücklich von ihren Erlebnissen im Geflüchteten-Camp Frakapor während ihrer freiwilligen Arbeit mit der Privatinitiative Swisscross berichtete. Während dieses Einsatzes lernte sie die vier syrischen Künstlerinnen und Künstler kennen, deren Arbeiten in der Ausstellung zu sehen sind. Alle verarbeiten in ihren Werken ihre Erlebnisse und Erfahrungen während der Flucht und schildern ihre derzeitige Situation mit Hilfe ihrer Kunst aus ihrer ganz eigenen Sicht. Einer Sicht, die hier in Deutschland immer noch viel zu wenig Beachtung findet.

Die Ausstellung beabsichtigte darum, den Fokus auf die Lage in Griechenland zu richten und dabei nicht über die Künstlerinnen und Künstler zu berichten, sondern sie selbst – mittels ihrer Kunst – zu Wort kommen zu lassen.

15934478_1205117842868896_1027457653_n

Denn die Situation in den griechischen Camps ist prekär, die Zukunftsaussichten sind bedrückend. Betritt man das Flüchtlingslager Frakapor im Norden von Thessaloniki, Griechenland, schlägt einem der strenge Geruch von Fäkalien entgegen. In der Nähe eines Klärwerkes leben hier seit Monaten 500 Menschen in 120 Zelten in einer alten Fabrikhalle. Begrenzt in ihren Möglichkeiten, sowohl hinsichtlich der Berufsausbildung als auch der freizeitlichen Aktivitäten, verharren die Geflüchteten hier bereits ein Dreivierteljahr – ein baldiges Ende dieser Situation ist nicht in Sicht. Viele von ihnen waren zuvor bereits in Idomeni und wurden dann im Zuge der Auflösung des Camps nach Frakapor gebracht, im Gepäck eine Menge Hoffnungen auf bessere Lebensumstände und Zukunftsperspektiven. Kaum eine dieser Hoffnungen hat sich erfüllt.

Norshan Barjs, Reshan Barjs, Abdulazez Dukhan und Razan Issa nutzten die Zeit, um ihre Erlebnisse, Kriegserfahrungen, Ängste und Sehnsüchte in Bildern zum Ausdruck zu bringen und so zu verarbeiten.

Die elfjährige Razan hat eine klare Botschaft in die Welt zu tragen, die sie in ihren Zeichnungen zu Papier bringt: rebellisch und hoffnungsvoll zugleich, beeindruckt sie den Betrachter mit ihren aussagekräftigen Werken von hohem symbolischen Wert.

Anders als Razans zeichnerische Hilferufe, schafft der 18-jährige Abdulazez Dukhan eine Variation fotografischer Werke, die die längst nicht versiegte Lebensfreude der Kinder in den Lagern lebhaft illustriert. Abdulazez Dukhan versteht sich selbst als Pionier, als Augenöffner.

Norshan und Reshan, zwei junge Frauen aus Syrien, reflektieren in ihren Zeichnungen hingegen nicht nur ihre persönlichen Emotionen, sondern darüber hinaus auch die Bilderflut der Medien.

Ob Zeichnungen hoch symbolischen Charakters oder lebensfrohe Kinderporträts aus dem Alltag in Frakapor: gemein haben all diese Werke ihre unverfälschte Sichtweise auf die aktuelle Situation in Griechenland.

15910029_1205117859535561_135707793_n

Drei Monate Arbeit sind in die Organisation der Ausstellung geflossen. Es musste eine Location gefunden, Bilder mussten ausgewählt, gedruckt und auf Pappen gezogen werden, wir haben Begleit-Texte verfasst, uns um die Pressearbeit und Bewerbung der Ausstellung gekümmert und ein Abendprogramm für die Eröffnung organisiert. Dank des tollen und engagierten Teams, welches große Freude an dem Projekt hatte und der großartigen Zusammenarbeit mit Kreuzberg hilft, Mein Haus am See, der Band Borderless und allen voran den vier Künstlerinnen und Künstlern selbst hat all das wunderbar funktioniert und eine tolle Ausstellung und ein wundervoller Eröffnungsabend sind entstanden!

Unerwartet viele Kunst-Interessierte sind zur Vernissage gekommen und es gab zahlreiche spannende Gespräche und Möglichkeiten sich zu vernetzten oder sich über die Lage in Griechenland und die Werke der Künstlerinnen und Künstler auszutauschen. Abgerundet wurde der Abend durch einen Vortrag von Johanna, die mit Theresa vor Ort in Griechenland war und aus erster Hand über die Lage in Frakapor berichten konnte und durch die Musik der Band Borderless. Darüber hinaus konnten auch Spenden eingenommen werden, die direkt an die Kunstschaffenden gingen, die aufgrund ihrer aktuellen Situation und der politischen Lage bedauerlicherweise nicht vor Ort sein konnten. Auch Fotos vom Abend haben wir ihnen geschickt, und sie haben sich wahnsinnig über das große Interesse an ihrer Kunst und der Thematik gefreut.

15879186_1205117839535563_480252444_n

Wir freuen uns sehr darüber, dass der Abend so erfolgreich war und es uns allen miteinander gelungen ist, die Situation in Griechenland aus Sicht der geflüchteten Künstlerinnen und Künstler zu schildern, ihrer Stimme einen Raum zu geben, die sonst kaum gehört wird. Insbesondere angesichts eines aktuellen politischen Shifts hin zu weniger offenen und liberalen Gesellschaften und einem vermeintlich wieder salonfähigen Fremdenhass ist es uns wichtig, einen Beitrag zum aktuellen politischen Diskurs zu leisten. Auch und gerade indem wir versuchen, der Perspektive der Geflüchteten selbst die Öffentlichkeit zu verschaffen, die sie so dringend braucht: through refugee eyes eben.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 07. Februar 2017 im Mein Haus am See, wer also neugierig geworden ist, ist herzlich eingeladen, sie zu besuchen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden und all jenen, die unsere Ausstellung ermöglicht haben, insbesondere bei der Band Borderless, bei Johanna für ihren Vortrag, bei Mein Haus am See und bei Kreuzberg hilft e.V.

Wir sind offen und dankbar für Anregungen bezüglich weiterer Ausstellungsprojekte, um die Inhalte der Werke weiterzutragen. Angebote und Anregungen gern an: ausstellung.throughrefugeeeyes@gmail.com

Anne, Christina, Clara, Dora, Inga und Theresa

“Berlin braucht eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik!”

Kreuzberg hilft unterstützt die Forderungen des Flüchtlingsrat Berlin an die zukünftige Berliner Landesregierung.

Hier könnt Ihr unsere gemeinsame Erklärung mit dem Bündnis Neukölln, der KuB (Kontakt- und Beratungsstelle Berlin), Moabit hilft, dem Unterstützerkreis Storkower Str. von Pankow hilft, Willkommen im Westend, Vormund werden in Berlin und Weltweit – Asyl in der Kirche nachlesen:

Forderung zum Download als PDF

Zelte

Hilfseinsatz im Flüchtlingslager Frakapor, Griechenland – September 2016

Gastbeitrag von Theresa Quast (die bereits aus Lesbos und Idomeni berichtete)

“Ich finde keine Worte für das Gefühl, das ich empfand, als ich meinen Körper durch die Flughafenhallen Thessalonikis in Griechenland trug, um in den Flieger zurück nach Deutschland zu steigen. Eigentlich lastete dieses schwere Gefühl bereits auf mir, als ich mich ein paar Stunden zuvor von den vielen liebenswerten Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem Flüchtlingslager Frakapor in Sindos verabschiedete. Bei der Verabschiedung wussten beide Seiten, dass ich nun in die andere Welt zurückkehren würde. Mein Gegenüber wusste, dass bei mir die „Normalität“, der geregelte Alltag sofort weitergehen könnte, wenn ich mich nur dafür entschied. Und dass mich das Flugzeug ohne Probleme innerhalb von zweieinhalb Stunden in das Land bringen würde, in dem Mutter, Vater, Kind, Schwester, Bruder, Onkel oder Tante wohnen. Deutschland, eines der Länder, in das sie einst all ihre Hoffnung gesteckt hatten. Am liebsten hätte ich dieses Privileg gar nicht genutzt und wäre bei meinen neu gewonnenen Freundinnen und Freunden geblieben. Aber wenn mir die Menschen aus dem Camp etwas mit auf den Weg gegeben haben, dann ist es, wie wichtig die eigene Familie ist. Also stieg ich in den Flieger und schreibe diese Zeilen nun von Deutschland aus.

Während meines Einsatzes veränderte sich die Zukunftsvision für einige Bewohner grundlegend. So verfolge ich mit diesem Bericht zwei Ziele. Erstens, die Beschreibung unserer Arbeit als freiwillige Helfer und der allgemeinen Umstände im Norden von Griechenland. Und zweitens möchte ich einen lauten Hilferuf weiterleiten.

Mittlerweile sind um die 60.000 Menschen in Griechenland gestrandet und haben keine (konkreten) Zukunftsperspektiven.

Die Organisation Swisscross.help, die in privater Initiative 2015 durch Michael Räber gegründet wurde, hat sich zwei Flüchtlingslagern in Griechenland mit insgesamt circa 1.100 Bewohnern angenommen. In den Flüchtlingslagern (Frakapor und Karamanlis) verteilte er mit seinem Team von Beginn an zusätzliches Trinkwasser, organisierte Kochmöglichkeiten und Internetzugänge. Unter anderem rief Swisscross.help in beiden Camps je eine Schule „Cultural Center“ und einen „Shop“ ins Leben, über den die Menschen mit einem Punktesystem Nahrungs- und Hygieneprodukte beziehen können. Die Schule wird weitestgehend von den geflüchteten jungen Menschen selbst geleitet. Ausschließlich der Griechisch- und Deutschunterricht wird von griechisch- beziehungsweise deutschsprachigen Freiwilligen durchgeführt.

Der „Shop“ versorgt die Menschen neben Shampoo,Wasch- und Spülmittel mit reichhaltigen Nahrungsmitteln wie Gemüse, Milch und Brot. Die zusätzlichen Nahrungsmittel sollen über die Catering-Lieferungen hinausgehen, sodass Mangelerscheinungen vermieden werden. Außerdem soll den Menschen mit der Möglichkeit, ihr Essen selbst auszusuchen, ein Stück Freiheit eingeräumt werden. Jeder Person stehen täglich zwei Punkte zur Verfügung, ein weiterer Punkt im Falle von Diabetes. Für einen Punkt erhält man beispielsweise zwei Tomaten. Shampoo oder eine Gaskartusche „kosten“ allerdings bereits vier Punkte. Innerhalb von einer Woche können sich nicht verwendete Punkte summieren.

Nudelbox

Mittag- und Abendessen, Catering Service

Mittagessen, eigene Zubereitung

Mittagessen, eigene Zubereitung

Neben Logistikaufgaben des Ladens war aktuell die Versorgung mit Decken und Winterjacken von großer Bedeutung. Die Temperaturen sinken langsam und die Menschen haben als Nachwirkung der Idomeni-Zeit große Angst vor dem Winter.

Im Flüchtlingslager Frakapor, in dem ich größtenteils tätig war, leben über 500 Menschen. 120 Zelte wurden vom griechischen Militär in und außerhalb einer alten Fabrikhalle aufgestellt.

Frakapor Flüchtlingslager

Frakapor Flüchtlingslager

Kochstelle: da einige Familien keinen Gaskocher haben, nutzen sie Feuerstellen

Kochstelle: da einige Familien keinen Gaskocher haben, nutzen sie Feuerstellen

Die Fabrikhalle liegt gegenüber einer Kläranlage, sodass Luft und Wasser nach Fäkalien riechen. Dennoch: Wenn man nur ein paar Tage im Camp Frakapor verbringt, bleibt einem vielleicht der Eindruck, dass die Menschen hier doch gut versorgt sind – also kein Grund zur Panik. Sie überleben.

Doch was macht das Leben eines Menschen aus – was unterscheidet den Menschen vom Tier?

Bild: Reshan Barjs (21 J.), Bewohnerin des Lagers Frakapor

Bild: Reshan Barjs (21 J.), Bewohnerin des Lagers Frakapor

Was, wenn die Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und Schlafen weitestgehend befriedigt sind? Der Mensch strebt nach Autonomie, die unter den aktuellen Umständen im Camp Frakapor extrem eingeschränkt ist. Für Selbstbestimmung ist hier kein Platz; besonders in Bezug auf die Zukunftsplanung.

Für geflüchtete Menschen in Griechenland gibt es drei legale Zukunftsoptionen. Nach einer Vorregistrierung können sie

a) versuchen, über das sogenannte „Relocation Program” in ein anderes EU-Land umgesiedelt zu werden

b) um Familienzusammenführung bitten, wenn bereits Familienmitglieder in einem anderen Europäischen Land Asyl beantragt haben

c) Asyl in Griechenland beantragen.

Knapp eine Woche nach meiner Ankunft wurden die Termine für die Interviews für das „Relocation Program“ bekannt gegeben. Die Stimmung im Camp war seit der Bekanntgabe der Termine extrem gedrückt, die Blicke der Menschen leerer.

Nachdem die Menschen bereits seit sieben Monaten festsitzen, müssen nun viele von ihnen weitere sieben bis acht Monate ausharren: die Interviewtermine liegen teils im Mai 2017. Dem Interview folgen weitere Wochen oder gar Monate des Wartens, der Unsicherheit. Acht Wunschländer müssen beim Interview angegeben werden. Welches dieser acht Länder es wird, bleibt ungewiss. Sie sind dem System ausgeliefert. Wie der Winter in diesen Flüchtlingslagern überstanden werden soll – auch diese Frage bleibt bisweilen ungeklärt.

Als freiwilliger Helfer fühlt man sich daher ebenso machtlos und ausgeliefert. Denn man kehrt in ein Land zurück, in dem ganz andere Fragen im Vordergrund stehen: Wie gelingt Integration am besten? Schaffen wir das? Was wollen wir schaffen und wer steht uns dabei im Wege? Und warum nehmen die anderen EU-Länder eigentlich keine Flüchtlinge auf?

Griechenland steckt neben all dem auch noch in einer tiefen Wirtschafts- und Finanzkrise. „Wir dürfen Griechenland mit dem Flüchtlingsproblem nicht alleine lassen.”, so der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz Ende Mai 2016. Alle 28 Mitgliedstaaten sollen sich beteiligen. Doch einige weigern sich. Schulz führte fort, dass es „(…) in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts, in der wir leben, (…) keine nationalen Antworten auf globale Probleme wie die Migration mehr gibt”.

Die Mitgliedsstaaten sollten also mehr Hand in Hand arbeiten. Es sollten mehr ausgebildete Fachkräfte aus verschiedenen Ländern in den griechischen Asylbüros mitwirken, um den Prozess zu beschleunigen. Weitere sieben Monate Leben im Zelt – das zermürbt den Geist der Menschen, der auf Grund von Kriegserfahrungen grundsätzlich belastet ist. Wohin mit Gedanken an das Heimatland, an Hinterbliebene, an Verstorbene, und wohin mit der Sehnsucht nach den Familienmitgliedern? Der Prozess der Traumatisierung hat kein Ende und es fühlt sich für die Menschen wie ein nicht enden wollender Alptraum an. Ich behaupte, dass jede Frau zu Weinen beginnt, wenn man sich auf sie und ihren Zustand einlässt. Wir haben viele Frauen und auch Männer trösten müssen. Das Weltbild der festsitzenden Menschen in Griechenland wird stetig negativer. Mein ständiger Begleiter und freiwilliger Helfer, selbst ehemaliger Bewohner des Camps, formulierte es so, dass hier eine Kriminalisierung der Menschen stattfindet. Bin ich selbst nichts wert, ist der andere auch nichts wert. Lieferst Du mir über zwölf Monate hinweg mein Essen, würdigst mich aber keines Blickes, so nehme ich mir morgen Dein Fahrrad.

Daher ist die freiwillige Hilfe dort sehr wichtig. Wir wollen ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen wurden. Wir möchten den Menschen zeigen, dass sie gleich viel wert sind wie wir. Der einzige Unterschied ist, dass wir für teils 20 Euro in das Flugzeug steigen dürfen, wofür sie 3000 Euro benötigen, sich gegebenenfalls die Haare blond färben und einen Sonnenhut anziehen müssen. Wenn einem die 3.000 Euro zur Verfügung stehen, durchläuft man als Geflüchteter demütigende Versuche, an der Passkontrolle vorbei zu kommen. Wird der illegale Fluchtversuch bemerkt, schickt die griechische Polizei den Geflüchteten zurück ins Camp. Wenn ihnen danach ist, geben die Polizisten den Tipp, der Pass der Mutter müsse noch einmal überarbeitet werden, der des Kindes sei aber bereits akzeptabel. Meinem Verständnis nach wird die Würde der Geflüchteten mit Füßen getreten. Was gerade in Griechenland, also in Europa passiert, nenne ich menschenverachtend. Wir alle können uns die Frage öfter stellen, was uns das Privileg hier geboren zu sein, wert ist, und ob man dieses Distanz-Gedankenkonstrukt gegenüber der flüchtenden Menschen aufzulösen vermag. Über kulturelle Unterschiede bin ich mir bewusst, und kann nur aus meiner Sicht sagen, dass ich die arabische Kultur als unheimlich spannend und bereichernd empfinde. Und auch über grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten lässt sich mit den geflüchteten Menschen sprechen. Es gibt neben dem Streben nach einem Leben in Frieden noch viele weitere Gemeinsamkeiten. Ich denke, gemeinsam sind wir stärker. Abwehr lässt diese Zusammenarbeit nicht zu und ich hoffe, dass so manch eine Angst durch den Kontakt zu den Geflüchteten aufgehoben werden kann.”

Junge

© Abdulazez Dukhan

Wenn Ihr Fragen zur Flüchtlingshilfe in Griechenland habt, könnt Ihr gerne eine Mail an media@kreuzberg-hilft.com schreiben. Wenn Ihr selbst in Griechenland helfen wollt, könnt Ihr Euch auf folgenden Webseiten die Arbeit genauer angucken:

Schwizer Chruez

Border Free

– – –

Auf unserem Kreuzberg hilft Blog möchten wir Euch über Aktuelles und Interessantes rund ums Thema Flucht und Ankommen informieren. Dabei sollen neben unseren eigenen Beiträgen auch Gastbeiträge neue Themen und Perspektiven ermöglichen. Wir wählen dafür ausschließlich Beiträge aus, die unserer Grundeinstellung entsprechen, was aber nicht bedeuten muss, dass wir den Gastautor_innen in jedem Detail zustimmen.

Ihr habt auch Lust einen Gastbeitrag zu verfassen? Dann meldet euch unter media@kreuzberg-hilft.com

offener-brief-unterschriften

Offener Brief: Forderung nach Schutz für Schutzbedürftige

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (bzw. das neue LAF: Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten) muss endlich Geflüchtete besser unterbringen und versorgen – um so mehr gilt das für besonders Schutzbedürftige. In Kreuzberger Unterkünften gibt es mehrere (Hoch-)Schwangere und schwer psychisch Erkrankte mit ärztlichem Attest, das eine weitere Unterbringung in einer Turnhalle als eine enorme gesundheitliche Gefährdung einstuft. Zu einer alternativen Unterbringung wird mehr als dringend geraten.

Mit diesen Fällen haben sich sowohl die Betreiber der Unterkünfte, als auch wir uns mehrfach an das zuständige LAGeSo gewandt. Bisher ist jedoch nichts passiert. Das finden wir verantwortungslos.

Gemeinsam mit den Betreibern der Kreuzberger Notunterkünfte AWO Kreisverband Berlin Spree-Wuhle e. V., care&shelter gGmbH, Die Akzente-Sozial UG und Mavi gGmbh, sowie dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V. haben wir uns erneut an die Verantwortlichen im LAGeSo bzw LAF und Senator Mario Czaja gewandt mit der Aufforderung: Handelt endlich, jetzt!

Den offenen Brief könnt Ihr hier in voller Länge lesen.

Ballons

Zehn Monate Kreuzberg hilft – ein Rückblick und eine Vorausschau mit „Hurra“-Effekt

Vor fast einem Jahr, Anfang September 2015, wurde Kreuzberg hilft gegründet. Was in den letzten zehn Monaten passiert ist, ist wirklich enorm. Und da bekanntlich Zahlen am besten für sich sprechen, haben wir hier einige für Euch zusammengetragen:

285.527 mal wurde unsere Homepage aufgerufen,

116.002,76 Euro Spendengelder bekommen,

12.374 E-Mails mit Anfragen aller Art,

5.292 Stunden haben wir in unseren Räumlichkeiten Spenden angenommen und sortiert,

945 Lieferungen an Unterkünfte berlinweit ausgefahren,

94 Aktivitäten haben wir mit Geflüchteten in Zoos, Museen, Konzertsälen und Sportstätten unternommen,

rund 50 Deutschlernklassen angeboten,

16 Mal waren wir mit Geflüchteten klettern,

11 Mal haben wir miteinander Basketball gespielt,

23 Mal haben wir uns für Yoga-Klassen getroffen,

3 HipHop-Workshops, 3 Foto-Workshops und 2 Kunstwerkstätten haben wir organisiert,

15 Mal hat sich unsere Koch-Gruppe zum Brutzeln und Schlemmen verschworen,

22 Mal hat unsere Garten-Gruppe sich zum Ackern, Jäten, Säen und Buddeln getroffen,

17 Mal haben wir an unserem Flohmarktstand Kitsch und Krempel verkauft,

6 Social Days mit Unternehmen durchgeführt,

9 Förderanträge geschrieben,

39 Orga-Treffen und 42 Infotreffen durchgeführt.

Hinzu kommen Vernetzungs- und Koordinationstreffen mit anderen Initiativen und Helferkreisen, mit Betreibern von Unterkünften, dem Gesundheitsamt, Politikerinnen und Politikern, Runde Tische, Workshops, Weiterbildungen und Infostände in nicht mehr zu rekonstruierender Zahl.

An dieser Stelle erst einmal ein herzliches DANKESCHÖN an alle unsere Unterstützerinnen und Unterstützer: Wir alle machen Kreuzberg hilft zu dem, was es ist.

Es ist also wieder einmal an der Zeit, zurück zu blicken und eine (Zwischen-)Bilanz zu ziehen. Das haben wir zu Ende des letzten Jahres schon einmal gemacht (siehe Teil 1 und Teil 2). Auf der einen Seite sind wir mehr als beeindruckt davon und auch stolz auf das, was wir im Namen von Kreuzberg hilft in den letzten zehn Monaten gemeinsam geleistet haben. Andererseits bringt uns die noch immer andauernde Notwendigkeit unserer Arbeit mehr denn je zum Nachdenken und Zweifeln. Read More

Ballons

Kreuzberg hilft beim MyFest 2016

Seit über hundert Jahren gehen hunderttausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am 1. Mai auf die Straße, um ihre Stimme gegen soziale Ungerechtigkeit und für eine bessere Gesellschaft zu erheben. In Berlin wird der 1. Mai nun schon zum 14. Mal im Herzen Kreuzbergs gefeiert, beim MyFest. Und mit unseren Räumlichkeiten am Mariannenplatz bedeutete das für uns dieses Jahr: Wir sind mittendrin statt nur dabei!

Bei einem Infostand am Mariannenplatz haben wir tausend Luftballons verteilt, über unser Engagement informiert sowie über Missstände in der Integrationspolitik in Berlin und darüber hinaus diskutiert. Besonders gefreut haben wir uns über die Möglichkeit, uns bei einem Interview auf der Bühne des Mariannenplatz gemeinsam mit Friedrichshain hilft vorzustellen. Auf der Import&Export-Bühne am Heinrichplatz haben wir in einem politischen Beitrag unsere Sicht auf die derzeitige Situation der Asyl- und Integrationspolitik in Deutschland und insbesondere Berlin dargelegt. Den Text könnt Ihr hier nachlesen:

Read More